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„Zur Erinnerung an die Gründung der japanischen Lernklasse“ von Ikuko Oomoto (die erste Schulleiterin) im Sommer 2004 

Im November 1984 hatten wir unser Japanischgesprächstreffen, die „Nihonjin-kai“. Dabei waren wir auf die Idee gekommen, „es wäre nicht schlecht, wenn wir ein Zusammentreffen hätten, bei dem unsere Kinder aus Freunde und Spaß Japanisch lernen können“. Kurz danach verhandelten wir mit der Stadt Heidelberg um die Nutzung schulischen Platzes. Wir erhielten sofort eine Zusage von der Stadt Heidelberg und durften ab Februar 1985 Klassenzimmer der Wilckensschule benutzen. Das war der Start, also die Gründung der japanischen Lernklasse. 

Wir hatten zu der Zeit die japanischen Lernklasse nur gedacht für Kinder ab 5 Jahre, nach einiger Überlegung jedoch wollten wir auch die Gelegenheit zum Japanischlernen für kleinere Kinder anbieten. Wir starteten also die japanische Lernklasse mit 2 Klassen für Kinder ab 5 und ab 3 Jahre. 

Von Anfang an gab es allerdings schon Unterschiede der sprachlichen Kompetenz zwischen Kindern, und Unterschiede der Eltern bezüglich ihrer Absichten beim japanischen Spracherwerb. Die Eltern waren sich jedoch einig beim starken Wunsch, dass die Kinder Gelegenheit haben sollten, die japanische Muttersprache zu erlernen und japanische Kultur kennen zu lernen. 

(Frau Oomoto war die erste Schulleiterin, ab Januar 2003 bis Juli 2004)

Geschichte

Gründung im Jahre 1985

Mit Unterstützung seitens der Stadt Heidelberg und der Wilckensschule wurde die “Japanischschule” im Februar 1985 von in Heidelberg ansässigen japanischen Eltern gegründet. Zu Beginn gab es nur zwei Klassen – eine für Kinder ab fünf Jahren und eine für Kinder ab drei Jahren, die beide in den Räumlichkeiten der Heidelberger Wilckensschule von japanischen Studentinnen und Müttern mit selbst zusammen-gestelltem Unterrichtsmaterial unterrichtet wurden.

Mit dem Ansteigen der Schülerzahlen wurden weitere Klassen eingerichtet:
Im Jahr 1997 gab es zwei Kindergartengruppen und zwei Grundschul-klassen. Im Jahr 2002 wurden die Grundschüler aufgeteilt nach ihrem Alter und ihren Japanischkenntnissen in vier Gruppen unterrichtet. Je höher die Zahl der Schüler stieg, desto größer wurde auch der Wunsch der Eltern, die Lernumgebung und die Qualität des Japanischunterrichts zu verbessern.
Ein Grund dafür war, dass inzwischen auch Kinder unterrichtet wurden, die sich nur einen begrenzten Zeitraum in Deutschland aufhielten und nach ihrer Rückkehr nach Japan Anschluss an den dortigen Schulen finden mussten.

Offizielle Anerkennung als Ergänzungsschule

In der Folge wurde die Heidelberger “Japanischschule” dem Standard einer anerkannten Japanischen Ergänzungsschule angepasst, d.h. das Unterrichtsniveau wurde tatsächlich so weit angehoben, dass die Schüler jederzeit an einer japanischen Schule in Japan Anschluss finden konnten.
Im Oktober 2003 einigten sich die Eltern darauf, die “Japanischschule” in das Heidelberger Vereinsregister eintragen zu lassen. Der Name des Vereins lautet seither “Japanische Ergänzungsschule Heidelberg e.V.”. Seit April 2003 ist die Ergänzungsschule offiziell vom japanischen Kultus-ministerium anerkannt und wird von der japanischen Regierung finanziell unterstützt, da sie nachweislich offizielle Standards erfüllt, die für alle Japanischen Ergänzungsschulen weltweit gelten.
 
Um der stetig wachsenden Schülerzahl gerecht zu werden, zog die Ergänzungsschule im Juni 2005 in ein Heidelberger Gymnasium um.